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Pressemeldung 18.06.2015
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Schleswig-Holstein verabschiedet neues Hundegesetz: Deutscher Tierschutzbund und der Tierschutzverein Itzehoe begrüßt Abschaffung der Rasseliste

Der schleswig-holsteinische Landtag hat gestern ein neues Gesetz über das Halten von Hunden beschlossen. Das Gesetz wird Anfang 2016 in Kraft treten. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Schleswig Holstein e.V. begrüßen insbesondere die Abschaffung der Rasseliste, da weder statistische Erhebungen noch wissenschaftliche Studien eine pauschale Sonderbehandlung der gelisteten Rassen begründen. Gleichzeitig kritisieren die Tierschützer unter anderem eine fehlende Registrierungspflicht.

„Die Vorverurteilung von Hunden bestimmter Rassen hat auch zahlreiche verantwortungsvolle Halter dazu genötigt, ihre friedlichen Tiere im Tierheim abzugeben“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Jetzt gilt es, das Gesetz zielgerichtet im Interesse der Hunde und ihrer Halter umzusetzen.“ Nach Niedersachsen hat damit auch Schleswig-Holstein den bisherigen Kurs im Umgang mit vermeintlich gefährlichen Hunden korrigiert. Die anderen Bundesländer müssten nun nachziehen, so Schröder, um bundesweit die pauschale Diskriminierung von Hunden zu beenden.

Rasselisten sind diskriminierend

Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass im Einzelfall über die Gefährlichkeit eines Tiers entschieden werden muss. Dass durch die Einführung von Rasselisten weniger Beißvorfälle zu verzeichnen sind, ist ebenfalls statistisch nicht belegt. Ein Sachkundenachweis des Halters ist nicht nur aus Sicht der Gefahrenprävention, sondern auch aus Tierschutzsicht zu begrüßen.

Nachbesserungsbedarf bei Registrierungspflicht


Die Tierschützer kritisieren die fehlende Registrierungspflicht für Hunde. Die Kennzeichnung mittels Transponder, wie sie in Schleswig-Holstein verpflichtend wird, ist nur dann sinnvoll, wenn sie mit einer Registrierungspflicht einhergeht. Nur so ist eine sofortige Ermittlung des Halters möglich. Zum einen würde die Registrierungspflicht die Rückgabe von Fundtieren im Tierheim an den Besitzer erleichtern, zum anderen könnte aber auch dem Aussetzen von Hunden oder dem illegalen Handel mit gestohlenen Tieren entgegengewirkt werden.


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